Eigenständig denken
Die Kinder lernen, eigenständig zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, Lösungswege zu entwickeln und Fehler als Lernchancen zu nutzen.
Der Lernbus ist ein präventives, pädagogisch fundiertes Förderangebot für Kinder im frühen Lernalter.
Der Lernbus stärkt Kinder darin, ihre persönliche Entwicklung selbstbewusst, eigenständig und zukunftsorientiert zu gestalten.
Warum der Lernbus
Die meisten Förderangebote beginnen, wenn etwas bereits schiefgelaufen ist. Der Lernbus beginnt davor: in den Jahren, in denen sich entscheidet, wie ein Kind zum Lernen steht.
Setzt Förderung erst nach schlechten Noten ein, geht es längst nicht mehr nur um den Stoff. Dann hat ein Kind bereits eine Meinung über sich selbst gefasst: Ich kann das nicht. Diese Meinung ist zäher als jede Rechenregel und bleibt oft jahrelang. Der Lernbus setzt an, bevor sie entsteht. Ein Kind, das gar nie den Eindruck bekommt, es sei schlecht in etwas, muss diesen Eindruck später nicht mühsam loswerden.
Vom ersten Kindergartenjahr bis zur dritten Klasse geht es weniger um Stoff als um Haltung. Kinder lernen in diesem Alter im Spiel, im Gespräch und über die Menschen, die mit ihnen arbeiten. Und sie lernen dabei, was sie sich zutrauen. Was in diesen Jahren gelingt, trägt weit über die Primarschule hinaus. Deshalb arbeiten wir genau hier und nicht erst dann, wenn Noten zählen.
Wir schauen zuerst auf das, was ein Kind mitbringt, nicht auf das, was ihm fehlt. Jedes Kind kann etwas gut: Türme bauen, Geschichten erfinden, genau hinsehen. Genau dort fangen wir an. Von einer Stärke aus traut man sich an Schwieriges heran, von einer Schwäche aus selten. Dieses Verständnis stammt aus der Reggio-Pädagogik: Kinder gestalten ihr Lernen aktiv mit, und ihre Lernwege werden sichtbar gemacht statt bewertet. In der Lernkiste sammelt jedes Kind, was es gedacht, versucht und entdeckt hat. Nichts davon wird benotet.
Der Lernbus orientiert sich an zentralen Kompetenzen wie emotionaler Intelligenz, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit sowie kritischem und vernetztem Denken.
Die Kinder lernen, eigenständig zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, Lösungswege zu entwickeln und Fehler als Lernchancen zu nutzen.
Sie erhalten Strategien, um sich auch nicht sofort spannende Lerninhalte aktiv zu erschliessen und bei Unlust dranzubleiben.
Parallel dazu können auch Defizite in den sprachlichen und mathematischen Grundkompetenzen gezielt aufgearbeitet und gefestigt werden.
Die frühe Deutschförderung unterstützt Kinder ab 3 Jahren dabei, sprachliche Grundlagen aufzubauen, sich sicherer auszudrücken und mit mehr Vertrauen am Unterricht teilzunehmen.
Das Angebot stärkt die Kinder in ihrem Selbstvertrauen, ihrer Resilienz und ihrer Bereitschaft zum eigenständigen Lernen.
Die Ziele
Kennenlerngespräch mit den Eltern
Individuelle Lernbegleitung (60–90 Minuten, mindestens 6 Monate, im Einzel- oder Zweiersetting)
Interessen- und begabungsorientierte Inhalte mit kreativen, sprachlichen, mathematischen und emotionalen Lernaspekten
Vertrauensvoller, geschützter Lernraum
Lernkiste zur persönlichen Dokumentation von Lernfortschritten
Regelmässige Elterngespräche sowie bedarfsgerechte Unterstützung von Kind und Eltern, einschliesslich Gesprächsbegleitung
Start am Münsterplatz, später Einsatz eines Lernbusses in den Quartieren
Kleingruppen in den Schulferien zur Festigung und Vertiefung von Lerninhalten
Die Lernmentorinnen und Lernmentoren arbeiten reflektiert, empathisch und fachlich fundiert. Durch ihre unterschiedlichen fachlichen Hintergründe stehen den Kindern vielfältige und passende Bezugspersonen zur Verfügung, die an ihre individuellen Interessen und Bedürfnisse anknüpfen können.
Die Qualität des Angebots wird durch Teamsitzungen, fachlichen Austausch, Evaluation und Weiterbildung gesichert und laufend weiterentwickelt.
Beiträge
Die Lernbegleitung kostet CHF 100 pro Stunde. Im Zweiersetting gilt ein reduzierter Tarif. Alles Weitere besprechen wir im Kennenlerngespräch.
Ein Teil der Plätze wird von Menschen ermöglicht, die in Kinder investieren. Wenn das Geld zu Hause knapp ist, sagen Sie es einfach. Das ist kein Hindernis, und es bleibt unter uns.
Kennenlerngespräch
Der Lernbus startet im September 2026 mit wenigen Plätzen. Sagen Sie uns kurz, um wen es geht und wann wir Sie erreichen. Wir melden uns innert weniger Tage.
Unverbindlich. Ihre Anfrage geht als E-Mail direkt an info@lernbus.ch und wird nirgends sonst gespeichert. Lieber telefonieren? Schreiben Sie uns eine Zeile, wir rufen zurück.
Nicht im üblichen Sinn. Wir arbeiten an Lücken, wenn welche da sind. Vor allem aber geht es darum, dass Ihr Kind gern und selbstständig lernt. Das hält länger als jedes einzelne Thema.
Nein. Der Lernbus steht allen Kindern offen, unabhängig davon, was sie mitbringen und woher sie kommen. Wir setzen bewusst früh an, um Selbstvertrauen und Lernfreude zu erhalten und zu stärken.
Kleine Kinder lernen im Spiel und in einer sicheren Beziehung, und genau dort setzen wir an. Es geht darum, dass Lernen von Anfang an mit Freude verbunden bleibt und auf verschiedene Arten und Wege stattfinden kann.
Weil Vertrauen Zeit braucht. Die Wirkung entsteht nicht aus der einzelnen Übung, sondern aus einer verlässlichen Beziehung und einer Begeisterung für das Kind und seinen Lernweg.
Lernmentorinnen und Lernmentoren mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen. Sie werden sorgfältig und nach höchsten Ansprüchen ausgewählt. Die Qualität wird laufend durch Teamsitzungen, fachlichen Austausch, Evaluation und Weiterbildung gesichert.
Beides ist möglich. Manche Kinder arbeiten konzentrierter allein, andere blühen zu zweit auf, weil Erklären und Zuhören selbst Lernen sind. Was für Ihr Kind passt, entscheiden wir gemeinsam im Kennenlerngespräch. In beiden Fällen dauert die Begleitung mindestens sechs Monate.
In den Ferien gibt es Kleingruppen für Kinder, die der Lernbus begleitet. Sie vertiefen und festigen, was während des Semesters erarbeitet wurde.
Wer dahintersteht
Die Lerngesellschaft ist ein Verein mit Sitz in Basel. Sie fördert die natürliche Neugier und den Lernwillen von Kindern und Jugendlichen. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.