Ein Angebot der Lerngesellschaft · Basel

Individuelle Lernbegleitung, die Kinder stark macht.

Der Lernbus ist ein präventives, pädagogisch fundiertes Förderangebot für Kinder im frühen Lernalter.

Der Lernbus stärkt Kinder darin, ihre persönliche Entwicklung selbstbewusst, eigenständig und zukunftsorientiert zu gestalten.

Warum der Lernbus

Wir kommen, bevor ein Kind glaubt, es könne etwas nicht.

Die meisten Förderangebote beginnen, wenn etwas bereits schiefgelaufen ist. Der Lernbus beginnt davor: in den Jahren, in denen sich entscheidet, wie ein Kind zum Lernen steht.

Vorbeugen ist leichter als aufholen

Setzt Förderung erst nach schlechten Noten ein, geht es längst nicht mehr nur um den Stoff. Dann hat ein Kind bereits eine Meinung über sich selbst gefasst: Ich kann das nicht. Diese Meinung ist zäher als jede Rechenregel und bleibt oft jahrelang. Der Lernbus setzt an, bevor sie entsteht. Ein Kind, das gar nie den Eindruck bekommt, es sei schlecht in etwas, muss diesen Eindruck später nicht mühsam loswerden.

Die Jahre, in denen sich das entscheidet

Vom ersten Kindergartenjahr bis zur dritten Klasse geht es weniger um Stoff als um Haltung. Kinder lernen in diesem Alter im Spiel, im Gespräch und über die Menschen, die mit ihnen arbeiten. Und sie lernen dabei, was sie sich zutrauen. Was in diesen Jahren gelingt, trägt weit über die Primarschule hinaus. Deshalb arbeiten wir genau hier und nicht erst dann, wenn Noten zählen.

Wir beginnen bei dem, was ein Kind schon kann

Wir schauen zuerst auf das, was ein Kind mitbringt, nicht auf das, was ihm fehlt. Jedes Kind kann etwas gut: Türme bauen, Geschichten erfinden, genau hinsehen. Genau dort fangen wir an. Von einer Stärke aus traut man sich an Schwieriges heran, von einer Schwäche aus selten. Dieses Verständnis stammt aus der Reggio-Pädagogik: Kinder gestalten ihr Lernen aktiv mit, und ihre Lernwege werden sichtbar gemacht statt bewertet. In der Lernkiste sammelt jedes Kind, was es gedacht, versucht und entdeckt hat. Nichts davon wird benotet.

Pädagogischer Ansatz und Ziele des Angebots

Der Lernbus orientiert sich an zentralen Kompetenzen wie emotionaler Intelligenz, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit sowie kritischem und vernetztem Denken.

Eigenständig denken

Die Kinder lernen, eigenständig zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, Lösungswege zu entwickeln und Fehler als Lernchancen zu nutzen.

Dranbleiben

Sie erhalten Strategien, um sich auch nicht sofort spannende Lerninhalte aktiv zu erschliessen und bei Unlust dranzubleiben.

Grundkompetenzen und frühe Deutschförderung

Parallel dazu können auch Defizite in den sprachlichen und mathematischen Grundkompetenzen gezielt aufgearbeitet und gefestigt werden.

Die frühe Deutschförderung unterstützt Kinder ab 3 Jahren dabei, sprachliche Grundlagen aufzubauen, sich sicherer auszudrücken und mit mehr Vertrauen am Unterricht teilzunehmen.

Selbstvertrauen und Resilienz

Das Angebot stärkt die Kinder in ihrem Selbstvertrauen, ihrer Resilienz und ihrer Bereitschaft zum eigenständigen Lernen.

Die Ziele

  • Stärkung von Lernkompetenz, Selbstwert und Selbstwirksamkeit
  • Förderung von Neugier und intrinsischer Lernmotivation
  • Entwicklung von Resilienz und Strategien im Umgang mit Misserfolgen
  • Aufbau eines sicheren, wertschätzenden Lernraums
  • Förderung von Kommunikationsfähigkeit und eigenständigem Denken
  • Sichtbarmachung individueller Lernfortschritte

Zielgruppe

  • Kinder vom 1. Kindergarten bis zur 3. Primarschule
  • Für Kinder, die in ihren Lern- und Zukunftskompetenzen gezielt gestärkt werden sollen
  • Frühe Deutschförderung ab 3 Jahren im Einzel- und Zweiersetting
  • Ermöglichte Plätze zur Förderung der Chancengleichheit

Umsetzung

1

Kennenlerngespräch mit den Eltern

2

Individuelle Lernbegleitung (60–90 Minuten, mindestens 6 Monate, im Einzel- oder Zweiersetting)

3

Interessen- und begabungsorientierte Inhalte mit kreativen, sprachlichen, mathematischen und emotionalen Lernaspekten

4

Vertrauensvoller, geschützter Lernraum

5

Lernkiste zur persönlichen Dokumentation von Lernfortschritten

6

Regelmässige Elterngespräche sowie bedarfsgerechte Unterstützung von Kind und Eltern, einschliesslich Gesprächsbegleitung

7

Start am Münsterplatz, später Einsatz eines Lernbusses in den Quartieren

8

Kleingruppen in den Schulferien zur Festigung und Vertiefung von Lerninhalten

Rahmenbedingungen und Qualitätssicherung

Die Lernmentorinnen und Lernmentoren arbeiten reflektiert, empathisch und fachlich fundiert. Durch ihre unterschiedlichen fachlichen Hintergründe stehen den Kindern vielfältige und passende Bezugspersonen zur Verfügung, die an ihre individuellen Interessen und Bedürfnisse anknüpfen können.

Die Qualität des Angebots wird durch Teamsitzungen, fachlichen Austausch, Evaluation und Weiterbildung gesichert und laufend weiterentwickelt.

Beiträge

Was es kostet.

CHF 100 pro Stunde

Die Lernbegleitung kostet CHF 100 pro Stunde. Im Zweiersetting gilt ein reduzierter Tarif. Alles Weitere besprechen wir im Kennenlerngespräch.

Ermöglichte Plätze

Ein Teil der Plätze wird von Menschen ermöglicht, die in Kinder investieren. Wenn das Geld zu Hause knapp ist, sagen Sie es einfach. Das ist kein Hindernis, und es bleibt unter uns.

Kennenlerngespräch

Vereinbaren Sie ein Gespräch.

Der Lernbus startet im September 2026 mit wenigen Plätzen. Sagen Sie uns kurz, um wen es geht und wann wir Sie erreichen. Wir melden uns innert weniger Tage.

Unverbindlich. Ihre Anfrage geht als E-Mail direkt an info@lernbus.ch und wird nirgends sonst gespeichert. Lieber telefonieren? Schreiben Sie uns eine Zeile, wir rufen zurück.

Häufige Fragen

Ist das Nachhilfe?

Nicht im üblichen Sinn. Wir arbeiten an Lücken, wenn welche da sind. Vor allem aber geht es darum, dass Ihr Kind gern und selbstständig lernt. Das hält länger als jedes einzelne Thema.

Muss mein Kind Probleme haben?

Nein. Der Lernbus steht allen Kindern offen, unabhängig davon, was sie mitbringen und woher sie kommen. Wir setzen bewusst früh an, um Selbstvertrauen und Lernfreude zu erhalten und zu stärken.

Ist das nicht zu früh?

Kleine Kinder lernen im Spiel und in einer sicheren Beziehung, und genau dort setzen wir an. Es geht darum, dass Lernen von Anfang an mit Freude verbunden bleibt und auf verschiedene Arten und Wege stattfinden kann.

Warum mindestens sechs Monate?

Weil Vertrauen Zeit braucht. Die Wirkung entsteht nicht aus der einzelnen Übung, sondern aus einer verlässlichen Beziehung und einer Begeisterung für das Kind und seinen Lernweg.

Wer arbeitet mit meinem Kind?

Lernmentorinnen und Lernmentoren mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen. Sie werden sorgfältig und nach höchsten Ansprüchen ausgewählt. Die Qualität wird laufend durch Teamsitzungen, fachlichen Austausch, Evaluation und Weiterbildung gesichert.

Unser Team kennenlernen

Einzeln oder zu zweit?

Beides ist möglich. Manche Kinder arbeiten konzentrierter allein, andere blühen zu zweit auf, weil Erklären und Zuhören selbst Lernen sind. Was für Ihr Kind passt, entscheiden wir gemeinsam im Kennenlerngespräch. In beiden Fällen dauert die Begleitung mindestens sechs Monate.

Und in den Schulferien?

In den Ferien gibt es Kleingruppen für Kinder, die der Lernbus begleitet. Sie vertiefen und festigen, was während des Semesters erarbeitet wurde.

Wer dahintersteht

Ein Angebot der Lerngesellschaft.

Die Lerngesellschaft ist ein Verein mit Sitz in Basel. Sie fördert die natürliche Neugier und den Lernwillen von Kindern und Jugendlichen. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.